Extratour Wasserkuppe im Winter: Schnee, Nebel und Glühwein

Im Winter sind meine Frau und ich die Extratour Wasserkuppe gelaufen. Es lag Schnee, oben hing Nebel, und im Rucksack war eine Thermoskanne mit Glühwein. Aussicht hatten wir kaum – schön war es trotzdem.

Was die Runde besonders macht

Die Extratour ist die kürzere Nachfolgerin der alten Guckaisee-Runde und verbindet auf knapp elf Kilometern den Guckaisee, den Pferdskopf und die Wasserkuppe. Im Sommer ist sie eine Wiesen- und Aussichtstour. Im Winter wird daraus ein ganz anderer Weg: Die Buchen stehen verschneit, das Gipfelkreuz am Pferdskopf war bei uns komplett vereist, und an den Zweigen hing dicker Raureif.

Gleich zu Beginn trafen wir andere Wanderer, die eine Glaskugel dabeihatten – wir durften ein Foto damit machen. Der Winterwald steht darin kopf.

Der Weg

Wir sind gegen halb zwei am Guckaisee losgelaufen und direkt durch den Buchenwald hinauf zum Pferdskopf. So geht man die steilste Stelle der Runde bergauf – bei Schnee ist mir das lieber als bergab. Oben waren wir nach gut einer halben Stunde. Neben dem Gipfelkreuz steht ein Fernrohr, das bei uns selbst komplett vereist war – Aussicht gleich null. Danach ging es über die offene Hochfläche zur Wasserkuppe, vorbei am dick vereisten Schild des Flugplatzes.

Unterwegs kamen wir an einem Skilift vorbei, der in Betrieb war. Zwischen den verschneiten Buchen zogen die Skifahrer ihre Bahnen, während wir mit Rucksack daneben standen.

Den Rückweg zum Guckaisee sind wir zum Ende hin schon in der Dämmerung gelaufen.

Für wen machbar

Die Runde ist offiziell als schwer eingestuft, vor allem wegen der steilen Treppen zwischen Pferdskopf und Guckaisee. Im Schnee braucht man dort feste Schuhe mit gutem Profil, bei Eis würde ich Grödel mitnehmen.

Mit rund 330 Höhenmetern ist die Tour konditionell gut machbar, wenn man regelmäßig wandert. Wegzeichen ist ein „W“.

Anfahrt und Parken

  • Wanderparkplatz am Guckaisee (hier sind wir gestartet)
  • Parkplatz P3 auf der Wasserkuppe gegenüber dem Rhön-Infozentrum (kostenpflichtig)

Mit Bus und Bahn ist die Tour laut Deutschem Wanderinstitut gut erreichbar.

Einkehr

Auf der Wasserkuppe gibt es mehrere Möglichkeiten zum Einkehren, außerdem Gastronomie am Guckaisee. Wir hatten unseren eigenen Glühwein dabei und haben beim Abstieg eine Pause mit zwei Bechern im Schnee gemacht. Das war der schönste Moment der Tour.

Beste Zeit

Im Sommer zeigt die Runde ihre Bergwiesen, im Winter ist sie ruhiger und rauer. Wer im Schnee läuft, sollte früh starten – wir waren nach dreieinhalb Stunden erst in der Dämmerung zurück.

Im Winter wird es früh dunkel. Eine Stirnlampe gehört in den Rucksack, auch wenn es beim Start noch hell ist.

Weitere Ziele in Fulda, der Rhön und Osthessen findest du in der Übersicht Ausflüge. Alle Extratouren der Region stehen auf der Seite Wandern.